Von der Sonne verwöhnt, vom Regen gemieden

Alajero
Der kleine Ort liegt zwischen dem Nationalpark Garajonay und den Stränden des sonnenverwöhnten Inselsüdens. Er ist umgeben von Terrassenfeldern und typischen Pflanzen, die das trockene Klima schätzen. In den Wintermonaten zaubert Wolkennebel ein besonderes Flair in das auf etwa 800 m Höhe gelegene Örtchen.

Zur dünn besiedelten Gemeinde Alajero gehören weite Teile des Ferienortes Playa Santiago sowie der kleine Inselflughafen von La Gomera. Die profitablen Einnahmen ermöglichten der Gemeindeverwaltung den Bau eines neuen Rathauses. Die schlichte Pfarrkirche El Salvador aus dem Jahr 1512 besticht durch ihr schönes Portal. Interessant sind der dunkel verkleidete Glockenturm sowie eine hölzerne Christusstatue im Inneren. Auf dem Kirchplatz spenden hohe indische Lorbeerbäume Schatten. Von hier aus genießen Sie eine herrliche Aussicht auf den Calvarienberg, wo eine kleine Kapelle steht. Schon von weitem sichtbar ist die Ermita San Isidro auf der Kuppe des Calvarienberges (807 m). Eine kurze Wanderung führt Sie hinauf: ein herrlicher Aussichtspunkt, der Ihnen wunderbare Panoramablicke auf die Südküste La Gomeras eröffnet.

Steinsetzungen erinnern daran, dass bereits die Altkanarier diesen Ort genutzt haben.

Eine weitere Kapelle, die Ermita del Buen Paso, erhebt sich etwa drei Kilometer oberhalb des Ortes. Mitte September, am Namenstag der Schutzheiligen der Kapelle, findet hier die längste Prozession von La Gomera statt. Beginnend in Alajero zieht sich der Festzug im traditionellen Tanzrhythmus die Bergstraße hinauf.

Den einzigen und sehr imposanten, wild wachsenden Drachenbaum der Insel, Drago de Agalan, finden Sie in einem einsamen Seitental bei Alajero in Richtung Imada. Legenden ranken sich um diese botanische Rarität. Im Rahmen einer kleinen Wanderung auf beschilderten, gut ausgebauten Wegen können Sie den Drachenbaum besuchen.

Umgebung von Alajero
Nur wenige Kilometer sind es von Alajero hinauf zum Nationalpark Garajonay mit seinem einzigartigen Nebelwald und herrlichen Wanderrouten.

Ganz in der Nähe der Ortschaft bietet Gomeras kleiner Inselflughafen Flugverbindungen zu anderen Kanarischen Inseln an.

Unterhalb von Alajero liegt der Hafen- und Urlaubsort Playa Santiago mit seinen Geschäften, Restaurants, Cafés und Bars. Hier befindet sich das bekannte Hotel Tecina mit Golfplatz und einigen schönen Naturstränden.

Playa Santiago
Der ruhige Urlaubsort im sonnenverwöhnten Süden von La Gomera bietet Hafen, Strand und einen Golfplatz. Er ist umgeben von imposanten Schluchten, die hier zusammenlaufen. Auf den angrenzenden Hochebenen entstanden komfortable Hotels mit herrlicher Aussicht.

Die Plaza del Carmen liegt in der Hafensiedlung Playa und ist lebendiger Mittelpunkt von Playa Santiago und beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Von hier aus kann man über die kleine Promenade entlang des Hafenbeckens schlendern. Die Bars und Restaurants bieten neben typisch kanarischer Küche eine schöne Aussicht auf Hafen und Meer. Weiter östlich schmiegen sich die Häuser des idyllischen Ortsteils Laguna eng an den Hang. Weiter oberhalb erstreckt sich die alte Siedlung Tecina entlang des Bergrückens. An dessen Steilküste befindet sich das Luxushotel Jardin Tecina hoch über dem Meer.

Die neuere Geschichte Playa Santiagos ist eng verknüpft mit dem Einfluss der Familie Olsen. Als gewandte Geschäftsleute erwarben die Skandinavier im 20. Jh. Land- und Wasserrechte. Nach Tomaten- und Bananenanbau widmete sich der Reeder Fred Olsen der Fischverarbeitung.

Später wandte er sich der Tourismusbranche zu. Heute stehen die Fährbetriebe, das Luxushotel Tecina und der zugehörige Golfplatz Tecina unter seiner Führung. Momentan ist die Fred Olsen S.A. der größte Arbeitgeber der Insel Gomera.

Obwohl oberhalb von Playa Santiago der kleine Inselflughafen fertiggestellt wurde, geht es im Ort immer noch sehr beschaulich zu.

Regelmäßig heben einige wenige Kleinflugzeuge im innerkanarischen Verkehr vom Flughafen ab. Doch bislang ist von einem Touristenansturm in Playa Santiago wenig zu spüren.